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Modul 1 Junghundekurs

Grundsätzliches

Der rohe Junghund gehört spätestens mit fünf Monaten täglich ins Revier um sich mit seinem zukünftigen „Arbeitsplatz“ vertraut machen. Schon von Klein auf sollte die noch nicht geschulte Nase mit den unterschiedlichsten verlockenden Witterungen konfrontiert und die Bindung zum Hundeführer im Revier geschult werden. Neben der Sozialisierung mit Artgenossen, liegen die Schwerpunkte der Junghundeausbildung im Aufbau des Grundgehorsams und der Förderung der jagdlichen Anlagen.

 

Allgemeines

Ausbilder: Sarah Walter und Julia Bohlen

Der Junghundekurs ist auf 10 Hunde limitiert.
Alle Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs gebucht.

 

Anmeldungen der Vereinsmitglieder des JGV Aachen haben Vorrang.
 

Zeitraum

  • Sechs Ausbildungstage gem. Zeitplan
  •  Samstag/Sonntag 10:00 Uhr - 11:30 Uhr
  •  Ort wird rechtzeitig vor Kursbeginn bekanntgegeben

Termine 2020

  1. Ausbildungstag  KW 6
  2. Ausbildungstag  KW 7
  3. Ausbildungstag  KW 10
  4. Ausbildungstag  KW 12
  5. Ausbildungstag  KW 14
  6. Ausbildungstag  KW 16

 

Kosten

  • 120 € für Mitglieder JGV Aachen
  • 150 € für Nichtmitglieder JGV Aachen

 

Ausbildungsutensilien

  • Doppelpfeife
  • Umhänge-/Führleine mit Halsung
  • Lange Feldleine (mind. 20 Meter)
  • Schweißhalsung mit Riemen
  • Reizangel
  • Decke für den Hund
  • Schleppwild / Reh-Lunge nach Bedarf

 

 

Ausbildungsprogramm

Jeder Hundeführer besitzt andere Voraussetzungen, Ziele und Einsatzgebiete für sich und seinen angehenden Jagdhund. Daher ist auch die Ausbildung eines jeden Gespanns sehr individuell. Die Erwartungen an den Kurs und auch den weiteren Ausbildungsweg werden gemeinsam ausgearbeitet und umgesetzt. Dabei trägt die Fähigkeit, den eigenen Hund „lesen“ zu können, zum wesentlichen Erfolg bei. Insbesondere Erstlingsführer müssen eine Vielzahl an neuen Dingen umsetzen und zugleich den eigenen Hund beobachten. Im Gruppenverband werden die Unterschiede in Arbeitsweise, Sozialverhalten, Körpersprache und Anlagen der Hunde sichtbar und schulen die Wahrnehmung des Hundeführers.

 

 

  • Sozialverhalten:

Der Junghund lernt spielerisch den Umgang mit Artgenossen. Er wird andere Rassen kennenlernen, deren unterschiedliche Körpersprache und bei verschiedenen Körpergrößen lernen, die eigenen Kräfte dosiert einzusetzen.

 

  • Grundgehorsam:

Der Grundgehorsam spiegelt sich in vielen, auch alltäglichen Situationen wieder: „Sitz“, „Platz“, „Fuß“ und „Hier“ sind neben dem „Halt“ unerlässliche Kommandos bei der Arbeit im Feld und Wald. Auf dem Weg zu einem verlässlichen Jagdgefährten werden dem Gespann verschiedene Übungen vorgestellt, um die einzelnen Elemente im Revier und im Alltag erlernen zu können. Nur wer regelmäßig mit seinem Hund trainiert, baut Bindung auf und lernt seinen eigenen Hund zu lesen.

 

 

  • Förderung der jagdlichen Anlagen:

Die Förderung der jagdlichen Anlagen wird zwar in gewisser Weise durch die Rasse geprägt, der spätere Einsatz im Revier legt jedoch fest, welchen Ausbildungszweig der Junghund durchlaufen soll. Dies kann und muss einzig der Hundeführer festlegen. Der Kurs beinhaltet die folgenden Themengebiete:

 

  • Der Nasengebrauch

Die Nase eines jungen Hundes muss lernen, verschiedene Gerüche gezielt wahrzunehmen und Spuren auszuarbeiten. Ob später bei der Schweißarbeit oder im Feld wie bspw. bei der Quersuche oder Hasenspur, nur eine geschulte Nase wird jagdlichen Erfolg verzeichnen können. Je nach Einsatzgebiet des Hundes wird diese wesentliche Anlage gefördert und das Gespann auf die anstehenden Anlagenprüfungen
vorbereitet.

 

 

  • Von der Futterschleppe zur Schweißfährte

Futterschleppen können zur Vorbereitung auf die spätere Schweißarbeit genutzt werden um den Spurwillen zu fördern. So wird schon frühzeitig die Vorarbeit für den anschließenden Schweißhundelehrgang geleistet.

 

  • Die Arbeit mit der Reizangel

Die Reizangel ist vor allem für die Vorstehhunde ein Instrument, um die Anlage des Vorstehens von Beginn an - zunächst spielerisch - zu wecken. Später übernimmt die Reizangel dann beim Aufbau des Abbruchkommandos „Halt“ als Dressurangel die wichtigste Rolle zum Schutz des Jagdhund.

 

 

  • Die Berührung mit (Raub-)Wild

Der frühe Kontakt mit den verschiedenen heimischen Wildarten sollte bereits beim Züchter im Verband der Wurfgeschwister erfolgt sein. Gerade Raubwild wird beim späteren Apport oft als „unangenehm“ wahrgenommen. Je früher Kontakt mit genau diesen Gerüchen erfolgt, um so leichter wird der Hund später das Wild aufnehmen.

 

  • Die Gewöhnung an den Flintenschuss

Ein Jagdhund, der bei Schussabgabe oder bereits vorher hitzig oder schreckhaft reagiert, ist auf der Jagd ein Risiko für alle Beteiligten. Daher muss der junge Hund an die Schussabgabe gewöhnt werden, ohne
zugleich eine zu hohe Erwartungshaltung zu erzeugen.

 

  • Die Wasserfreude

Sofern es die Witterung zulässt, wird der Junghund im Kurs an die Wasserarbeit herangeführt. Die positive Verknüpfung beim Wassereinstieg steht im Fokus.

 

Die Kurseinheiten sind aufeinander aufbauend und daher wird die Teilnahme an allen Einheiten empfohlen. Die Ausbildungsutensilien sind zu allen Kurseinheiten mitzubringen. Das eigenständige Umsetzen der im Kurs vorgestellten Übungen sowie weiterer „Hausaufgaben“ wird in der jeweils nächsten Stunde von den Gespannen vorgeführt, um eventuelle Probleme zu beseitigen, neue Reize zu setzen und einen kontinuierlichen Lernprozess gewährleisten zu können.

 

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